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1870: Die so genannte Schlacht von Saarbrücken -
Ein missglücktes Lehrstück des Kaisers


Am 2. August 1870 wurde ein Teil Saarbrückens französisch. Die Angreifer kamen aus dem heutigen Deutschmühlental, die Verteidiger - unter anderem preußische Ulanen - leisteten keinen wesentlichen Widerstand. Die eigenartige Episode war drei Tage später auch schon wieder Geschichte, aber sie hatte beiden Seiten immerhin 19 Gefallene sowie 150 Verwundete und Vermisste eingebracht. Aus heutiger Sicht scheint es so, als hätte pädagogischer Übereifer des Kaisers Napoléon III. den Ausschlag gegeben. Zeichnung: Der Lulustein auf der Saarbrücker Bellevue (aus „Die Gartenlaube“, 1871).

Ein Rückblick im pdf-Format
  [31.7.2020]
 
     

     
Es roch nach Medienvielfalt  [17.6.2020]

Im Frühjahr vor 30 Jahren begann und endete in Saarbrücken ein medienpolitisches Experiment. Die „Saarland Zeitung“, für die extra eine Hartmann Verlag GmbH & Co. KG gegründet wurde, trat an, um ein Gegengewicht zur Saarbrücker Zeitung (SZ) zu bilden. Das Wochenblatt sollte jeden Donnerstag ein „Beitrag zum Pressepluralismus“ sein, so die Selbsteinschätzung. Ein paar Wochen zuvor war mit Radio Salü ein regionaler Radiosender gestartet, irgendwie roch es tatsächlich nach Medienvielfalt im Saarland. Aber nicht lange.

Anmerkungen dazu  als pdf-Dokument | Foto: WolkeScript

 
     

     
Rage - Respekt - Rührung  [8.6.2020]

Am Dienstag werden auf dem Friedhof von Bagneux bei Paris 50 rote Rosen („mit schwarzen sanften Lichtreflexen“) niedergelegt. Die Sängerin und Komponistin Barbara wäre 90 geworden. Sie ist durch eine kleine Geste zu einer großen Europäerin geworden, und sie hat damit wahrscheinlich mehr junge Menschen erreicht als de Gaulle zwei Jahre zuvor mit seiner Ludwigsburger „Rede an die deutsche Jugend“.

Betrachtungen dazu als pdf-Dokument | Foto: Barbara (1965) von Ron Kroon,
© commons.wikimedia.org

 

     

     
Im Schwarzen KZ von Dormettingen  [29.5.2020]

Befreite Häftlinge übten auf der Schwäbischen Alb nach Kriegsende blutige Selbstjustiz. Im Schwarzen KZ von Dormettingen starben mindestens 17 Menschen. Der letzte Lagerchef der Nazis konnte sich der Rache seiner Opfer entziehen. Der SS-Mann war Saarländer. Er wurde zum Tod verurteilt, dann von den Franzosen begnadigt. Er starb 1973 in St. Ingbert.

Betrachtungen dazu als pdf-Dokument | Foto: Skulptur von Siegfried Haas an der Gedenkstätte Eckerwald - © WolkeScript

 
     

     
Ein schlechter Witz - mit Blutspur  [20.5.2019]

Der Tweet hatte nur 78 Zeichen, aber weitreichende Folgen für die Saarpfalz. „Die Besichtigung des Westwalls hat mich von seiner Unbezwingbarkeit überzeugt.“ Gepostet hat das der „Führer“ höchstpersönlich, und zwar heute vor 80 Jahren. Was er schrieb, war gelogen, denn der Westwall, eine gigantische Befestigungsanlage zwischen der niederländischen und der Schweizer Grenze, war an vielen Stellen noch Baustelle, also ziemlich löchrig. Und das wusste er. Gezielt gedacht war die Kurznachricht aber, um die Franzosen im Zaum zu halten; denn Stress im Westen konnte der manische Feldherr nicht gebrauchen, weil er im Osten ja ebenso gezielt den Überfall auf Polen vorbereitete ...

Betrachtungen zum "Sitzkrieg" in der Saarpfalz als pdf-Dokument | Foto: Höckerlinie des Westwalls,
© WolkeScript