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Ein vergessener saarländischer Autor

Oskar Barth aus Beckingen (1910-2012) hat in den 70-er und 80-er Jahren unter anderem drei beachtliche, wenn auch weitgehend unentdeckte Romane vorgelegt. Eines seiner Volksstücke wurde bei den Internationalen Theater￾tagen in Rosenheim hoch gelobt. Trotzdem ist der und Verleger in der regionalen Szene kaum bekannt.
Die Stadtbibliothek Merzig besitzt kein Werk des im heutigen Stadtteil Weiler als Sohn eines Bergmanns geborenen Autors. Den größten Teil seines Lebens verbrachte Barth im Haustadter Tal. Sein Haus am Wendelstein „war ein beliebter Treffpunkt junger Leute, es gab dort legendäre Partys, auch der spätere Bundesminister Altmaier war unter den Gästen“, erinnert sich eine Be￾kannte.
Foto: Passfoto von Oskar Barth im Führerschein des Kantons Zürich (1962), Repro: WolkeScript

Ein Bericht im pdf-Format [6.10.2020]

 
     

     


Ein Scheitern

Monika Grütters? Ist das nicht die, die vor ein paar Jahren mit plakativen Förderzusagen fürs Weltkulturerbe Völklinger Hütte für die CDU Saar Punkte sammeln ging, sich aber nicht daran hielt? Ist das nicht die Meisterin des „ungerührten Phrasendreschens“ mit einem arg paternalistischen Kulturbegriff, wie sogar die arg konservative FAZ resümiert? Ja, das ist sie. Aber auch die Frau, die in einem „Zeit“-Gespräch (39/2020) auf die Frage, ob es denn etwas gebe, was ihr trotz aller Erfolge im Leben nicht gelungen sei, folgende Antwort gibt: „Ich habe es mir nicht ausgesucht, keine eigene Familie zu haben. Darüber bin ich traurig, weil es gute Beziehungen jahrelang gegeben hat.“ Auch wenn das „darüber“ missverständlich ist: So ein Statement in einem Interview muss man erst einmal bringen!
| 20.10.2020 | wk |   -  
Mehr Anmerkungen unter "kompakt"

 
     

     
1870: Die so genannte Schlacht von Saarbrücken -
Ein missglücktes Lehrstück des Kaisers 


Am 2. August 1870 wurde ein Teil Saarbrückens französisch. Die Angreifer kamen aus dem heutigen Deutschmühlental, die Verteidiger - unter anderem preußische Ulanen - leisteten keinen wesentlichen Widerstand. Die eigenartige Episode war drei Tage später auch schon wieder Geschichte, aber sie hatte beiden Seiten immerhin 19 Gefallene sowie 150 Verwundete und Vermisste eingebracht. Aus heutiger Sicht scheint es so, als hätte pädagogischer Übereifer des Kaisers Napoléon III. den Ausschlag gegeben. Zeichnung: Der Lulustein auf der Saarbrücker Bellevue (aus „Die Gartenlaube“, 1871).

Ein Rückblick im pdf-Format
  [31.7.2020]
 
     

     

Im Schwarzen KZ von Dormettingen

Befreite Häftlinge übten auf der Schwäbischen Alb nach Kriegsende blutige Selbstjustiz. Im Schwarzen KZ von Dormettingen starben mindestens 17 Menschen. Der letzte Lagerchef der Nazis konnte sich der Rache seiner Opfer entziehen. Der SS-Mann war Saarländer. Er wurde zum Tod verurteilt, dann von den Franzosen begnadigt. Er starb 1973 in St. Ingbert.

Betrachtungen dazu als pdf-Dokument | Foto: Skulptur von Siegfried Haas an der Gedenkstätte Eckerwald - © WolkeScript